Seinen letzten Auftritt hat der Jugendchor Wolzhausen mit einer Premiere verbunden: zum ersten Mal hatte das Jugendprojekt der ev. Kirchengemeinde Wallau und Weifenbach, „LordsPrayer“, zu einem musikalischen Neujahrsempfang eingeladen.

„Wir wollen mit viel Musik in das neue Jahr einsteigen“, sagte Timo Schwedler vom „LordsPrayer“-Team. Dazu hatten die jungen Christen aus Wallau und Umgebung den Jugendchor Wolzhausen in die „Alte Werkstatt“ in Wallau eingeladen. Der Abend solle kein Gottesdienst und kein Konzert sein: „Musik mit Moderation und Worten, die gut tun“, erklärte Timo Schwedler. Mehr als 150 Besucher waren in die ehemalige Werkstatt gekommen, die das „LordsPrayer“-Team für seine Gottesdienste und Zusammenkünfte umfunktioniert hat. Den Besucherrekord hatten die Organisatoren dem Jugendchor Wolzhausen zu verdanken: im Vorfeld hatte der Jugendchor angekündigt, an diesem Abend seinen „definitiv letzten Auftritt in dieser Formation“ zu haben, sagte Benjamin Schneider vom Leitungs-Kreis des Chores. Unter seiner Leitung und der Leitung von Bernhard Lüttecke gaben die jungen Sängerinnen und Sänger mitreißende Proben ihres Könnens: vom Gospel „Freedom is coming“ zum Auftakt über das nachdenklich stimmende „Die Tür“ bis hin zum Segenslied, das als Zugabe den Auftritt in Wallau abschloss. Jedes Chormitglied hatte sich im Vorfeld ein Lied für den Abend in der Alten Werkstatt aussuchen dürfen, „deshalb sind viele Lieblingslieder dabei, die in englischer Sprache geschrieben sind“, erklärte Benjamin Schneider. Damit alle Besucher die Lied-Texte verstehen konnten, hatte der Chor die englischen Stücke übersetzt. Die deutschen Texte wurden dann auf die weiße Wand hinter den Sängern projiziert. Weil der Abend „bewusst kein Abschiedskonzert“ sein solle, beschränkte sich Benjamin Schneider bei seiner Moderation zwischen den einzelnen Stücken auf einen schlichten „Dank an alle, die uns in den vergangenen drei Jahrzehnten unterstützt haben.“ Das Anliegen des Chores sei es immer gewesen, „Jesus in die Mitte zu stellen – und das wollen wir auch heute Abend tun.“

(Bild und Text: Sophie Cyriax)

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